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Soeben haben wir unseren ersten Ausbildungstag zum Thema „Visual Costing“ durchgeführt. Wir haben das Experiment gewagt, dass man „Visual Costing“ mit POAdesigner und POAcalculator in einem Tag erlernen kann.

 

DAS EXPERIMENT IST GELUNGEN!

 

Natürlich braucht es dazu gute Kenntnisse in der Prozessanalyse und in der Kosten-und Leistungsrechnung. Diese Voraussetzungen haben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen mitgebracht.

 

So konnten Dr. Simon Zeier (www.andartis.ch) und der Peter Wullschleger (www.topcontrolling.com) aus dem Vollen schöpfen....und auch sehr befriedigt feststellen, dass die POA-Software wirklich einzigartig sowohl in ihrer Logik wie auch in der Erlernbarkeit ist. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren zufrieden und haben gefunden, dass der Ausbildungstag wie im Nu vorbeiging und man am Abend mit neuem Wissen nach Hause gehen konnte.


Am Vormittag haben wir die Prozesslogik und die darauf basierende Visualisierung mit drei Symbolen als Einführung erklärt. Danach ging es mit dem POAdesigner los. Zuerst ein paar einfache Übungen, um sich mit dem Programm vertraut zu machen, danach in die Fallstudie „Augenlicht“, um einen Herstellungsprozess von Tabletten mit POAdesigner zu visualisieren. Klar, dass es hier um einen 1:1-Prozess aus der Praxis ging.



Nach der Mittagspause ging es weiter mit einer kurzen Einführung in das Time Driven Activity Based Costing. Danach sofort mit POAcalculator die am Morgen erstellten POA-Diagramme mit den Kalkulationsdaten komplettiert. Nun wussten alle wieviel die Herstellkosten dieser Tabletten sind, und in welchen Einzelschritten sich diese Wertschöpfung entlang der ganzen Supply Chain aufsummiert hat. Natürlich auf dem effektiv gelebten Ist-Prozess. Logisch wurde im Anschluss diskutiert und aufgezeigt wie man nun zu verbesserten und optimierten Soll-Prozessen kommt.



Das Schlusswort hatte Jakob Mettler (www.mettex.ch) der bereits die erste Weiterentwicklung von POA kurz vorstellte: ERPOA – Evaluation von ERP ohne Pflichtenheft.....natürlich werden wir in Kürze darüber auf unserer Homepage Inhalte bringen.

Wir setzen neue Trends, bieten praxisnahe und anwenderbezogene Ausbildung für TopcontrollerInnen an die nie aufhören noch besser zu werden und natürlich für alle die TopcontrollerInnen werden wollen.

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Der ICV  (Internationaler Controller Verein eV www.controllerverein.com) hat vor kurzem ein White Paper zur Modernen Budgetierung veröffentlicht.

Die Controllingwelt der Budgetierer wurde in den letzten Jahren durch das Managementmodell „Beyond Budgeting“ (http://www.beyondbudgeting.plus.com/BBRTweb4/eu/dach.htm bzw. http://www.bbrt.org/) kräftig aufgemischt. Damit in Verbindung werden entschlackte Budgeterstellungsprinzipien unter „Better Budgeting“ und „Advanced Budgeting“ propagiert. Auf jeden Fall ist die traditionelle Budgetierung stark in die Kritik geraten. Die schöne geregelte Welt – die nie so war, aber in den Planungslehrbüchern so vermittelt wird – der Vorwegnahme der Zukunft und danach im Vergleich mit den Ist-Daten aufwändig erstellten Abweichungsanalysen ist gleichwohl noch lange nicht Geschichte. Auch mit dem in Entstehung befindlichen neuen Konzept der „Modernen Budgetierung“ soll wieder ein in sich geschlossenes Planungssystem, allerdings unter Berücksichtigung von neuen Erkenntnissen, aufgegleist werden. Das Thema „Budgetierung“ wird die Controllerwelt weiterhin aktiv verfolgen. Es dürfte meines Erachtens jedoch immer mehr die Frage aufgestellt werden, wie gross der Aufwand für die Erstellung eines Budgets sein darf, wenn man eines erstellt. Die grosse Beschäftigungstherapie für Controllingabteilungen wird also weiterhin kritisch hinterfragt werden. Auch auf dem ICV-Blog http://blog.controllerverein.de/?p=845

wird zu diesem White Paper diskutiert.

Dieser Beitrag ist absichtlich mit diesen vielen Links versehen, damit Sie schnell eine Online-Übersicht zur Thematik gewinnen können. Ich will hier keine Diskussion zu diesem White Paper eröffnen, dafür besteht schon der Blog vom ICV. Viel interessanter ist es wenn hier Lösungstipps, von Praktikern für Praktiker, für eine effiziente Planungsarbeit abgegeben werden können:

-         Soll überhaupt noch ein Budget erstellt werden?

-         Sinnlose Planungs- und Budgetierungsarbeiten?

-         Warum ist Planung so wichtig?

-         Welcher Ressourceneinsatz ist sinnvoll und wie macht man das?

Das ein paar Gedankenanstösse zu einer angeregten Diskussion mit viel interessantem Inhalt.

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Am vergangenen Donnerstag ist der Startschuss zur Anpassung von Leistungskomponenten (Bonus) und neuen Regulierungen im Bankwesen gefallen. Ich war vom Ergebnis positiv überrascht, was die Bankenregulierung betrifft. Natürlich auch mit einem schalen Beigeschmack, weil die am besten regulierte Branche nun noch mehr reguliert wird. Sehr kritisch angemerkt stelle ich einmal in den Raum, dass als Rückschluss auf diese Besonderheit gelten kann, dass sich der Banker immer mehr zum Casinobetreiber gewandelt hat. Auf dem Weg hin zu normalen und sinnvollen Leistungsvergütungen wurde meines Erachtens warme Luft gepredigt. Es fehlt offensichtlich der Mut. Ich merke wiederum kritisch an:“Es wurde eine gute Chance verpasst!“

Wenn die Regulierungen so umgesetzt werden können, wird eine bessere und gesündere Basis geschaffen auf der man wieder übermässig honorieren kann....und natürlich auch wieder nach Schlupflöchern gesucht und gefunden wird, um nicht ganz die Wahrheit zu sagen und noch mehr Profit herauszupressen, der an eine kleine privilegierte Gruppe verteilt werden kann. Mit der zu grosszügigen Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken wird dazu der Nährboden schon einmal sehr gut angereichert.

 

Nun, umgesetzt ist noch nichts. Und das dürfte nicht so einfach werden. Der grösste Fehler von der Politik wurde begangen, dass das Investmentbanking Überlebenshilfe bekam und, wie nun bereits nach der Stabilisierung auf noch immer wackligen Füssen, schon wieder im alten – vom Markt eigentliche totgesagten - Fahrwasser Fahrt aufgenommen hat. Auch die strukturierten Produkte sind nicht verständlicher geworden. Vor kurzen einen ganz neuen Wurf, ein „Triple Ice Units mit Knock-in“ entdeckt. Nach was sieht das aus? LEIDER, man versucht das Rad zurückzudrehen! Und wie war das schon einmal? Rekorde sind da um gebrochen zu werden! Das Streben nach noch höheren Vergütungen und noch grösseren Unternehmenseinheiten wird weitergetrieben. Ganz speziell die grösten Banken Amerikas sind nun ganz deutlich grösser als vor der Krise und demzufolge noch stärke systemrelevant. Eigentlich genau das Gegenteil, was angedacht und sinnvoll wäre. Natürlich auch mit dem Risiko, dass sogar ein noch grösserer Crash entstehen kann....schliesslich hat man die Korrektur von 1929 nicht erreicht. Wahrscheinlich aber nur dank den überaus grosszügigen und für die ganz grosse Mehrheit nicht mehr nachvollziehbaren Staatshilfen. Die Staaten, die nun so grosszügig eingesprungen sind, stehen mit ihrem Finanzhaushalt auf sehr wackligen Füssen. Es wäre schön, wenn dazu auch Beschlüsse gefasst werden. Diejenigen welche diese Suppe den Einwohnern und Steuerzahlern dieser Staaten eingebrockt haben sollten auch ganz klar dazu verbindlich verpflichtet werden, diese auch auszulöffeln. Es ist interessant wie leise die Politiker in dieser Frage treten .... ich hoffe nur nicht, dass sie dieses Verschuldungsloch mit entsprechender Inflation stopfen wollen.

 

Ebenso erstaunt mich, dass an den Aktionärsrechten wenig geschieht. Dass schon fünf Jahren nach dem Platzen der Internet-Bubble bereits das nächste Fiasko geschehen ist, weist klar darauf hin, dass die damals eingeführten Corporate Governance Regeln schöne Worte auf Hochglanzpapier sind, aber - da Soft Law - auch elegant umschifft werden können. Wieso geschieht nichts? Ich hege dazu einmal die böse Vermutung, dass da einige einflussreiche Gewaltenträger hoffen, dass sie möglichst schnell ihr geschrumpftes Vermögen wieder aufbauen können. Langsam und Nachhaltig wäre besser. Doch vor allem das vorher zweitgennannte Schlagwort, gilt eigentlich nur zur Erwähnung aber nicht zum Vorleben. Zudem fehlen mir zwei ganz wichtige Punkte, um Glaubwürdigkeit in Belangen Corporate Governance und Aktionärsrechte zurückzuerlangen:

 

1. Es muss ein absolutes Verbot für Leistungsvergütungen (Bonuszahlungen) global und gerichtlich verankert werden, wenn Verluste eingesteckt werden müssen. Ein Minus ist ein Minus, auch wenn man weniger im Minus war als ein Referenzindex. Ein Unternehmer kann auch nicht Bank gehen und einen Kredit für Bonuszahlungen beantragen, weil ihm das Geld fehlt, weil er Verluste geschrieben hat, aber doch so gerne einen Bonus erhalten möchte, weil er sich besser als die Konkurrenz geschlagen hat.

2. Ausübungspreise in Mitarbeiteroptionspläne dürfen nicht nach unten angepasst werden. Eine Option beinhaltet das Risiko, dass der Basiswert im Ausübungszeitraum unter dem Basiswert liegen kann. Dieses Risiko geht auch ein Käufer einer Option im Optionenhandel ein. Er kann damit seinen ganzen Einsatz verlieren und es ist auch ganz klar, dass er den Strike nicht nach unten anpassen kann, damit er eben doch ein Gewinn erzielen kann.

 

Leider ist zu diesen beiden Punkten auch nichts zu hören. Es ist Schade! Die Vorkommnisse der letzten beiden Jahre, haben eine hervorragende Plattform gebildet, um solche groben Missstände zu beheben. Ich bedaure es sehr, dass diese Chance verpasst worden ist. Damit wurde ein grosses Stück Glaubwürdigkeitszurückgewinnung für Politiker und Manager verspielt. Unmut und Groll in breiter werdenden Gesellschaftsschichten kann dadurch in den nächsten Jahren massiv zunehmen.

Das soll nicht für alle Institute gelten. Ich möchte diese kleine Episode aus einem aktuellen Mandat doch erwähnen und dazu ein paar Gedanken aufwerfen.

Eine in Deutschland angesiedelte Holding mit Tochtergesellschaften im EU-Raum expandiert in die Schweiz und übernimmt einen grösseren KMU. Es konnte somit eine sinnvolle und von den Tätigkeiten der Firmen her auch der industriellen Logik entsprechende Nachfolgeregelung getroffen werden. Natürlich muss die ganze Sache auch finanziert werden. Die Kaufsumme wurde von einer deutschen Landesbank, die noch eigenständig ist jedoch auf wackligen Beinen steht, finanziert. Am Konsortialkredit ist u.a. auch eine schweizerische Kantonalbank beteiligt. Diese Kantonalbank ist nicht im Kanton des übernommenen grösseren CH-KMU ansässig. Der in der Schweiz ansässige, grössere KMU ist traditionell über die sich am Firmenstandort befindliche Kantonalbank finanziert. Die Kreditsumme beläuft sich auf 8.5 Mio CHF ist hypothekarisch gesichert und muss halbjährlich mit TCHF 500 amortisiert werden. Der Zins beläuft sich auf 3.1875%.

Nun musste die Konzernholding diesen sehr günstigen Kredit ablösen. Auf Druck der finanzierenden Landesbank wird die ganze Gruppe über dieses Institut finanziert. Die neuen Konditionen ergeben eine deutliche Verschlechterung. Die halbjährliche Rückzahlung beläuft sich nun auf TCHF 750 und der Zins auf 4.765%. Damit verbunden eine Forderung, dass der grössere KMU sowohl den Umsatz steigern sollte und die Kosten senken muss, um das Rating zu halten. Der ganze Bankverkehr muss von der sich im Standortkanton ansässigen Kantonalbank an die am Universalkredit beteiligte ausserkantonale Kantonalbank übertragen werden.

FAZIT für mich:“Es bestätigt sich wieder einmal die Aussage von Herr Nicolas Hayek, dass man nur einen Deal tätigen soll, wenn einem die Bank nicht dreinreden kann!“

Natürlich eine Maximierung bei der den Konzern hauptsächlich finanzierenden Bank als Machtpoker, aber auch Übernahme eine deutlich höheren Risikos, welches natürlich auch der grössere KMU zu tragen hat und ihn in seiner unternehmerischen Freiheit deutlich einschränkt.

Wissen Sie ähnliche Fälle?

Wie kann der Controllingdienst helfen solchen Unsinn zu verhindern?

Diskutieren Sie mit!

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